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Apfelernte durch Frost und Hitze geringer, Lieblingsäpfel aus dem Westen sind jedoch ausreichend verfügbar

| 28.08.2020

©landgard-pictures.com

Durch Frost und Hitze muss ein Teil der Apfelerzeuger mit geringeren Qualitäten und Erntemengen rechnen

Bereits in der zweiten Augustwoche haben die Landgard Mitgliedsbetriebe im Westen mit der Ernte früher Apfelsorten wie z.B. Delbarestivale begonnen. „Ende August starten wir jetzt mit der Haupternte vor allem im Meckenheimer Land und der Grafschafter Region so richtig in die Apfelsaison“, erklärt Arthur Heinze, Vertriebsleiter Obst bei der Landgard Obst & Gemüse GmbH.

Der Blick in die Bäume lässt einen Teil der Apfelerzeuger in diesem Jahr jedoch eher verhalten optimistisch auf die Ernte schauen. „In unseren Hauptanbauregionen hier im Westen, allen voran im Meckenheimer Land und der Grafschafter Region, haben wir generell eine Top-Basis für Apfelgenuss und beste Voraussetzungen für Früchte von hoher Qualität und mit guten Geschmack. Schlussendlich ist jedoch das Wetter der ausschlaggebende Faktor“, so Heinze. Aufgrund kalter Nächte Ende April und Anfang Mai rechnen einige der Landgard Mitgliedsbetriebe besonders bei beliebten Sorten wie Elstar oder Jonagold mit frostgeschädigter Ware, wodurch die Erntemengen geringer ausfallen können. Zudem hat die Hitze der vergangenen Wochen die Gefahr von Sonnenbränden erhöht.

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Das bestätigt auch Erzeuger Dirk Schwichtenberg aus Rheinbach-Flerzheim. Auf seinem Kernobstbetrieb Schwichtenberg Obst baut er auf insgesamt rund 40 Hektar Fläche vor allem die Sorten Elstar, Gala und Braeburn, aber auch Pinova, Evelina, Rubinette und Wellant an. „Wir haben Anfang dieser Woche mit der Elstar-Ernte begonnen. Durch Blütenfrost und Sonnenbrand werden wir in diesem Jahr jedoch vor allem bei dieser Sorte rund 20 bis 30 Prozent der Ernte einbüßen“, so der Apfelerzeuger. Mit Blick in die Zukunft will der Landgard Mitgliedsbetrieb seinen Kernobstanbau noch besser gegen widrige Witterungseinflüsse absichern und hat dazu den geschützten Anbau durch zusätzliche Hagelnetze erweitert. „Die Nachfrage insgesamt ist gut“, bestätigt Dirk Schwichtenberg. „Nun hoffen wir, dass wir zusätzliche Kosten, z.B. aufgrund der besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie, mit guten Erzeugerpreisen auffangen können.“

„Generell müssen Verbraucher auch in den kommenden Monaten nicht auf ihre Lieblingsapfelsorte verzichten. Unsere Mitgliedsbetriebe werden alleine im Westen auf rund 580 Hektar frische Äpfel und Birnen ernten“, beruhigt Arthur Heinze. Beim Einkauf können Obstliebhaber heute unter einer wachsenden Vielfalt an Apfelsorten wählen. Denn um im insgesamt stabilen, aber flächenmäßig stagnierenden Kernobstmarkt neue Impulse zu setzen, hat die Branche gerade in den letzten Jahren zahlreiche neue Clubsorten entwickelt, die Abwechslung ins Obstregal bringen. Als exklusiver Partner bauen die Landgard Mitgliedsbetriebe, unter ihnen auch Schwichtenberg Obst, in der Region West auf 25 Hektar die neue Clubsorte „Evelina“ an, weitere 50 Hektar sollen noch folgen. Die Äpfel der vom Pinova abstammenden Clubsorte überzeugen mit knackigem Fruchtfleisch, einem besonderes süßen, frischen Geschmack, hoher Qualität und guter Lagerfähigkeit. Mit diesen Stärken und einem umfangreichen Marketing- und Werbepaket von Anzeigen über Social Media-Aktionen bis hin zu Video- und TV-Spots will Evelina Deutschland besonders junge Verbraucher für den aromatischen Apfel begeistert.