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29.10.2026

3 Fragen an … Dr. Marion Schweckhorst

Dr. Marion Schweckhorst ist seit 2024 Landgard-Nachhaltigkeitsmanagerin und leitet seit April 2026 zudem das unternehmensweite Qualitätsmanagement. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, welche rechtlichen Herausforderungen die grüne Branche gerade besonders beschäftigen und wie eine Genossenschaft ihre Mitglieder dabei unterstützen kann.

Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen durch neue EU-Vorgaben wie PPWR und EmpCo-Richtlinie?

Aus meiner Sicht ist vor allem die fehlende Klarheit ein echtes Problem. Bei der europäischen Verpackungsverordnung sind wichtige Fragen zur Wiederverwendung und Recyclingfähigkeit noch offen. Gleichzeitig steigen mit den neuen Vorgaben zur Nachhaltigkeitskommunikation die Anforderungen an Umweltaussagen. Begriffe wie „bienenfreundlich“ sind für unsere Gärtner bei der Vermarktung von Pflanzen unglaublich wichtig, lassen sich aber nicht immer ohne Weiteres rechtssicher verwenden. Wir brauchen als Grüne Branche daher ganz dringend verlässliche Rahmenbedingungen und Vorgaben, die sich auch praktisch umsetzen lassen.

Wie kann Landgard als Genossenschaft die Mitglieder bei der Umsetzung unterstützen?

Wir können keine Rechtsberatung leisten. Aber wir können Informationen bündeln, Verpackungen, Etiketten und Werbeaussagen auf Basis unseres aktuellen Kenntnisstands fachlich einschätzen und Orientierung zu den neuen Anforderungen geben. Dabei ist für uns die enge Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden extrem wichtig. Ein großer Dank geht darum insbesondere an den ZVG und den Landesverband Gartenbau NRW, die mit unermüdlichem Einsatz versuchen, die Interessen unserer Gärtner auf politischer Ebene zu vertreten und praktikable Ansätze zu finden. Als Landgard unterstützen wir sie dabei nach besten Möglichkeiten, um gemeinsam Lösungen zu erreichen, die für unsere Mitglieder in der Praxis funktionieren.

Was wünschen Sie sich für die Zusammenarbeit in der Grünen Branche im kommenden Jahr?

Ich wünsche uns vor allem, dass wir auch in herausfordernden Zeiten vertrauensvoll zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen. Wir stehen weltweit vor großen Veränderungen. Umso wichtiger sind für mich ein gemeinsames Ziel, ein verlässlicher Weg dorthin und insgesamt mehr Ruhe und Stabilität für unsere Branche.